Die Grundlagen der Taufe

Christian Preparedness Guides Teil 2

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Die Taufe ist das wichtigste Sakrament und die Voraussetzung für alle anderen Sakramente. Sie macht den Empfänger zum Mitglied der katholischen Kirche und wäscht alle Sünden und die dafür verdiente Strafe weg. In diesem Artikel werde ich nur einige Details über dieses Sakrament und seine Spendung geben.

„Die heilige Taufe ist die Grundlage des ganzen christlichen Lebens, das Eingangstor zum Leben im Geiste [vitæ spiritualis ianua] und zu den anderen Sakramenten. Durch die Taufe werden wir von der Sünde befreit und als Söhne Gottes wiedergeboren; wir werden Glieder Christi, in die Kirche eingefügt und an ihrer Sendung beteiligt [Vgl. K. v. Florenz: DS 1314; CIC, cann. 204, § 1; 849; CCEO, can. 675, § 1]: „Die Taufe ist das Sakrament der Wiedergeburt durch das Wasser im Wort” (Catech. R. 2,2,5).“ (KKK 1213)

Sie ist so wichtig, dass unser Herr Jesus Christus, als er nach seiner Auferstehung zu den Aposteln sprach, seiner Kirche folgenden Auftrag gab:

„Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Mt 28,19)

Unter normalen Umständen wird das Sakrament von einem Bischof oder einem Priester oder einem Diakon gespendet. Auch ein Diakon kann die Befugnis zum Taufen erhalten. Da die Taufe jedoch das wichtigste Sakrament ist, hat Gott uns eine Möglichkeit gegeben, sie auch dann zu empfangen, wenn kein Priester verfügbar ist.

Der Priester John Laux schreibt in seinem ausgezeichneten Buch „Mass and the Sacraments” („Die Messe und die Sakramente“) aus dem Jahr 1928: „Im Notfall kann jede Person, selbst ein Häretiker oder Heide, gültig taufen, vorausgesetzt, sie tauft in der von der Kirche vorgeschriebenen Weise und mit der Absicht, das zu tun, was die Kirche tut.“ [Hervorhebung entfernt] (S. 15)

Die Spendung des Sakraments ist einfach. Die Person, die es spendet, sollte dreimal sauberes Wasser über den Kopf des Empfängers gießen und sagen:

„N., ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (siehe KKK 1240)

Das Einzige, was für eine gültige Taufe erforderlich ist, ist, das Wasser (auf den Kopf) zu gießen, die Worte zu sagen und die Absicht zu haben, die Taufe zu spenden.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob der Empfänger bereits getauft wurde, kann man eine sub conditione („unter der Bedingung“) Taufe vollziehen. Eine mögliche Formel lautet: „Si non es baptizatus…“ („Wenn du nicht getauft bist…“)

Die Didache, das früheste christliche Buch aus dem Jahr 70 n. Chr., legte bereits die Grundprinzipien der Taufe fest:

„Bezüglich der Taufe haltet es so: Wenn ihr all das Vorhergehende gesagt habt, ‚taufet auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes‘ in fließendem Wasser. Wenn du aber kein fließendes Wasser hast, dann taufe in einem anderen Wasser; wenn du es nicht in kaltem tun kannst, tue es im warmen. Wenn du beides nicht hast,
gieße dreimal Wasser auf den Kopf ‚auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des
Heiligen Geistes’“ (Didache 7,1-3)

Natürlich ist es auch wichtig, Babys zu taufen, da ihre Erbsünde abgewaschen werden sollte:

„Hast du ein Neugeborenes? Gib der Sünde keine Gelegenheit, sondern lass es von Kindheit an geheiligt werden; lass es von klein auf durch den Heiligen Geist geweiht werden“ (Hl. Gregor von Nazianz, Rede 40 Über die Taufe aus dem Jahr 381, hier zitiert)

Aus dem Buch „Gemeinden ohne Seelsorger“

VII. „Wenn rechtgläubige kirchentreue Priester Euch fehlen, so lasset die Taufe Eurer Kinder von gläubigen Laien vollziehen.“ (Bischof v. Paderborn.)

[…]

Nach Lehre unserer hl. Kirche ist die von einem Laien, ob Mann oder Weib, Katholik oder Irrgläubiger, Christ oder Nichtchrist, richtig gespendete Taufe gültig und im Fall der Not auch erlaubt, ja geboten. Zur gültigen Spendung des Sakramentes sind aber drei Stücke erforderlich:

1) daß man die rechte Materie und

2) die rechte Form anwende,

3) daß man die Absicht habe, zu tun, was die Kirche tut.

1. Die Materie der Taufe ist gesegnetes Taufwasser, in Ermangelung desselben Weihwassers (*) und, wenn keins von beiden zu haben ist, gewöhnliches, reines, natürliches Wasser. […]

2. Die Form d. i. die Worte, mit welchen die Taufe erteilt wird, lauten: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.“ Es darf nichts ausgelassen werden. […]

Die Materie und Form müssen richtig mit einander verbunden werden. Ein und dieselbe Person muss das Wasser aufgießen und die Worte sprechen. Ungültig wäre es, wenn eine Person bloß das Wasser aufgösse und eine andere dabei die Taufformel sagte. Das Aufgießen und aussprechen muss gleichzeitig geschehen, so daß beides eine einheitliche Handlung bildet. Wollte man erst Wasser aufgießen und dann nach einer merklichen Unterbrechung die Worte sprechen, so wäre die Taufe ungültig.

3. Die Meinung. Der Taufende muss die Meinung haben, zu tun, was die Kirche tut. Diese Meinung braucht im Augenblick der Handlung nicht ausdrücklich erweckt zu werden, sondern es genügt, daß sie vorher erweckt worden und der Kraft nach noch fortdauert. Es genügt überhaupt der Wille, das Sakrament der Taufe zu erteilen, da hierin von selbst die Absicht eingeschlossen ist, zu tun, was die Kirche tut.

Die Taufhandlung.

[…] Der Pate oder die Patin hält das Kind bei der Taufe, während der Nebenpate die rechte Hand auf dasselbe legt. Der Taufende nimmt das Gefäß mit Tauf- resp. Weih- oder natürlichem Wasser, gießt aus demselben dreimal über den Kopf des Kindes in Form eines Kreuzes und spricht während des Ausgießens einmal langsam, deutlich und aufmerksam die Worte:

„N. (hier nennt er den Namen des Kindes) Ich taufe dich im Namen des Vaters † (hier gießt er zum ersten Male) und des Sohnes † (hier gießt er zum zweiten Male) und des heiligen † Geistes“ (hier gießt er zum dritten Male).

Eine dreimalige Ausgießung und die Kreuzesform ist zwar zur Gültigkeit nicht erforderlich, aber von der Kirche vorgeschrieben. Das Wasser muss die Haut des Kopfes oder die Stirn berühren und abfließen. Ist es Tauf- oder Weihwasser, so wird es in einem Gefäß aufgefangen und ins Feuer geschüttet.

[…] Sehr passend kann bei dieser Gelegenheit von allen Anwesenden der Taufbund erneuert werden. Der Name des Kindes, Tag und Stunde der Geburt, Name und Wohnort der Eltern, Tag der Taufe, der Name des Taufenden und der Paten sind sorgfältig aufzuzeichnen.

[…] Zu Paten darf man nur solche Personen nehmen, welche (in Ermangelung der Eltern) für die sittliche und religiöse Erziehung des Kindes volle Bürgschaft bieten. Wenn gegründete Zweifel obwalten, ob eine Taufe gültig erteilt worden, so ist dieselbe bedingungsweise zu wiederholen: man tauft wie gewöhnlich, spricht aber dabei die Worte: „N., wenn du nicht getauft bist, taufe ich dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.“

[…]