Skandalöses Gebetstreffen für den Frieden in Assisi mit Wojtyła

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John Paul II in a square at Assisi. From https://www.youtube.com/watch?v=foi-c2ElW6o

Johannes Paul II. mit Vertretern anderer Religionen auf dem Platz in Assisi. Aus diesem Video.

Am 27. Oktober 1986, während des von der UNO ausgerufenen „Jahres des Friedens“, organisierte Karol Wojtyla (besser bekannt als „Johannes Paul II.“) ein Treffen in der italienischen Stadt Assisi. Ziel war es, Vertreter verschiedener Religionen zusammenzubringen, um „für den Frieden zu beten“.

Bis heute gilt dieses Ereignis als einer der schlimmsten Skandale der Kirchengeschichte, da es im Fernsehen übertragen wurde und den sogenannten Papst zeigte, wie er gemeinsam mit orthodoxen Bischöfen, buddhistischen Mönchen und Schamanen da stand, während jeder von ihnen entweder zum wahren Gott oder zu falschen Göttern um „Frieden“ betete. Auch wenn Wojtyla streng genommen nicht „gemeinsam“ mit den Vertretern der anderen Religionen betete, organisierte er doch die Veranstaltung und billigte die Gebete durch seine Anwesenheit stillschweigend; zudem bestärkte er die Teilnehmer in ihren Irrtümern.

Diese Veranstaltung war dann die Inspiration für viele ähnliche Veranstaltungen: ihre Nachfolgeveranstaltungen am selben Ort in den Jahren 1993 und 2011, die jeweils von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. geleitet wurden, sowie viele andere kleinere Veranstaltungen, die weltweit stattfanden.

Was wirklich beunruhigend war, ist nicht nur das, was während der Veranstaltung geschah, sondern auch das, was Johannes Paul II. davor und danach darüber sagte und wie er die Gebete all der Ungläubigen und Heiden beschrieb, die daran teilnahmen.

John Paul II in Assisi before the Portiuncula chapel with the other representatives. From https://www.youtube.com/watch?v=foi-c2ElW6o

Johannes Paul II. mit Vertretern anderer Religionen vor der Portiuncula-Kapelle (die Kapelle selbst befindet sich im Inneren der Basilika Santa Maria degli Angeli in Assisi). Aus diesem Video.

Die ursprüngliche Veranstaltung

Bei dem Treffen hielt Johannes Paul II. eine Ansprache vor den versammelten Delegierten. Anschließend begaben sich Anhänger der verschiedenen Religionen an unterschiedliche Orte, um dort zu beten, jeder gemäß seiner eigenen „religiösen Tradition“. So versammelten sich beispielsweise in der Peterskirche buddhistische Mönche, um zu „beten“, und stellten eine Buddha-Statue auf den Tabernakel. Im September 1997 wurde Assisi von einem Erdbeben heimgesucht, bei dem die Decke der Kirche einstürzte. (Berichten zufolge haben die Organisatoren schließlich doch darum gebeten, die Statue zu entfernen; dennoch ist es ein Skandal, dass ein katholisches Kirchengebäude den Buddhisten für ihre heidnischen Gebete überlassen wurde.)

A Buddhist monk bowing before incense in Assisi, from https://www.youtube.com/watch?v=spbitBRiLEM
Buddhist monks in a church in Assisi, from https://www.youtube.com/watch?v=spbitBRiLEM
A statue of Buddha above a tabernacle, from https://www.youtube.com/watch?v=spbitBRiLEM

Buddhistische Mönche legen Weihrauch vor den Altar und stellen eine Buddha-Statue auf den Tabernakel in der St.-Petrus-Kirche in Assisi. Aus diesem Video.

Nachdem die Anhänger der einzelnen Religionen getrennt voneinander gebetet hatten, versammelten sie sich gemeinsam, und Vertreter der verschiedenen Religionen beteten noch einmal, während Johannes Paul II. und die anderen daneben standen und ihnen zusahen.

Die Johannes-Paul-II.-Fanseite „jp2online.pl“ erwähnt „47 Delegationen, die 13 Religionen vertraten – Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, Jainismus, Sikhismus, Zoroastrismus sowie mehrere traditionelle afrikanische und amerikanische Religionen“, die an der Veranstaltung teilnahmen. Zu den Teilnehmern gehörten der anglikanische „Erzbischof von Canterbury“, der Dalai Lama, der oberste Shinto-Priester Japans und Mutter Teresa von Kalkutta.

Buddhist monks praying at the square in Assisi. From https://www.youtube.com/watch?v=foi-c2ElW6o

Aus diesem Video.

Ein zeitgenössischer Zeitungsbericht beschrieb die Ereignisse wie folgt: „Am Altar des einzigen Zoroastriers – eines indischen Gläubigen aus Bombay, der der alten persischen Feueranbetungsreligion angehörte – legte eine junge italienische Freiwillige in regelmäßigen Abständen moderne Anzündpellets in den heiligen Eisenkohleofen, der im Mittelpunkt seiner Gebete für den Frieden stand.

Ein afrikanischer Animist und Schlangenanbeter, den der Papst letztes Jahr bei einem Besuch in Togo traf, wirkte sichtlich unbehaglich, als er von einer Bühne im Renaissance-Rathaus von Assisi aus ein abgehacktes Gebet an den ‚allmächtigen Gott, den Großen Daumen‘ sprach.

In seinem Gebet verfluchte der Medizinmann ‚alle bösen Menschen, die diese lobenswerten Bemühungen um Frieden vereiteln‘, und fügte hinzu: ‚Mögen alle bösen Ahnen und Geister ihren Trank erhalten und in ihr Verderben fliehen.‘“

Ein amerikanischer Schamane äußerte sich bei der Veranstaltung wie folgt:

„Oh Großer Geist, ich erhebe meine Pfeife zu dir, zu deinen Boten, den vier Winden, und zu Mutter Erde, die für unsere Kinder sorgt.“

Shamans at the event. From https://www.youtube.com/watch?v=foi-c2ElW6o

Aus diesem Video.

Wojtyla über das Gebetstreffen

Bevor wir zur Rede Wojtylas bei der Veranstaltung selbst kommen, möchte ich einige seiner Aussagen zu diesem Ereignis an anderen Anlässen zitieren. Während seiner Amtszeit bezog sich Johannes Paul II. mehrfach vor und nach dem Gebetstreffen darauf. Einige Tage vor der Veranstaltung, am 22. Oktober 1986, wandte er sich bei der Generalaudienz an die Menge. Er erklärte, dass es zwar nicht erlaubt sei, „gemeinsam zu beten“, man aber „zusammen sein“ könne, „um zu beten“.

„Dieses ‚Zusammensein, um zu beten‘ gewinnt eine besonders tiefe und vielsagende Bedeutung, weil wir Seite an Seite von Gott die Gabe erflehen werden, die die ganze Menschheit heute zum Überleben am dringendsten braucht: den Frieden.“

Dies lässt vermuten, dass tatsächlich jeder, der dort betete, zu Gott betete – einschließlich der Schamanen.

In einer Rede im Januar 1987 sagte er über das Treffen: „Echtes Gebet verändert bereits das Herz des Menschen. Gott weiß genau, was wir brauchen. Wenn er uns einlädt, um Frieden zu bitten, dann deshalb, weil diese demütige Haltung die Betenden auf geheimnisvolle Weise verwandelt und sie auf den Weg der Versöhnung und der Brüderlichkeit führt. […] Er [der Beter] begreift schließlich, dass er nicht um Frieden bitten kann, wenn er tatenlos zusieht. Sein Gebet wird zum Ausdruck seiner Bereitschaft, daran zu arbeiten, diese Hindernisse zu überwinden, indem er sich entschlossen für den Frieden einsetzt. Das sind die Früchte, die das Gebet hervorbringt. Ist das nicht das Ergebnis all der Gebete, die in Assisi gesprochen wurden? […] Aber schon an sich führt der authentische Akt des Gebets auf den Weg des wahren Friedens, denn er bedeutet und bewirkt eine Bekehrung des Herzens.“

Diese Rede ist eindeutig: Johannes Paul II. behauptet, dass alle Gebete in Assisi „authentische Gebete“ sind. Und er sagte dies über das „authentische Gebet“ im Zusammenhang mit eben diesem Ereignis in Assisi in einer anderen seiner Reden im Dezember 1986:

„In Assisi wurde auf außergewöhnliche Weise der einzigartige Wert entdeckt, den das Gebet für den Frieden hat; ja, es wurde deutlich, dass es unmöglich ist, Frieden ohne Gebet zu haben – das Gebet aller, jeder in seiner eigenen Identität und auf der Suche nach der Wahrheit. Im Einklang mit dem, was wir gesagt haben, muss man darin eine weitere wunderbare Manifestation jener Einheit sehen, die uns verbindet, jenseits der allen bekannten Unterschiede und Spaltungen. Jedes authentische Gebet steht unter dem Einfluss des Heiligen Geistes, ‚steht aber auch der Geist unserer Schwachheit bei; denn um was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, wissen wir nicht‘, doch er betet in uns ‚mit unaussprechlichen Seufzern‘, und ‚[d]er aber die Herzen durchforscht, weiß, was der Geist begehrt‘ (vgl. Röm 8,26–27). Wir können in der Tat behaupten, dass jedes authentische Gebet vom Heiligen Geist hervorgerufen wird, der auf geheimnisvolle Weise im Herzen jedes Menschen gegenwärtig ist.“

Wenn also ein Hindu zu einem seiner falschen Götter betet, dann ist das vom Heiligen Geist inspiriert. Das ist Blasphemie.

Er sagte auch, dass das Gebetstreffen ein sichtbarer Ausdruck dessen sei, was das Zweite Vatikanische Konzil unter „Ökumene“ und „interreligiösem Dialog“ verstanden habe:

„Die Veranstaltung von Assisi kann somit als sichtbares Beispiel, als Auslegung der Ereignisse, als für alle verständliche Katechese dessen betrachtet werden, was das Engagement für die Ökumene und den interreligiösen Dialog, das vom Zweiten Vatikanischen Konzil empfohlen und gefördert wurde, voraussetzt und bedeutet.“

Wenn Johannes Paul II. ein gültiger Papst und das Zweite Vatikanische Konzil ein gültiges Konzil war, dann war er während seiner Amtszeit die qualifizierteste Person auf diesem Planeten, um uns zu erklären, was das Konzil bedeutet. Wenn wir ihm beim Wort nehmen, dann ist der „interreligiöse Dialog“ nichts Geringeres als Abfall vom Glauben.

Später in der Rede behauptet er, die Veranstaltung sei „ohne den geringsten Anflug von Verwirrung oder Synkretismus“ gewesen. Ja, streng genommen hat er nicht gemeinsam mit den Angehörigen der anderen Religionen gebetet, doch er hat die Veranstaltung organisiert, ihre falsche Anbetung stillschweigend gebilligt und gelobt.

John Paul II greeting the other delegates, from From https://www.youtube.com/watch?v=foi-c2ElW6o

Aus diesem Video.

Seine Rede bei der Veranstaltung

In seiner Eröffnungsrede sagte Wojtyla:

„Das Zusammenkommen so vieler religiöser Führer zum Gebet ist an sich schon eine Einladung an die Welt, sich bewusst zu werden, dass es eine andere Dimension des Friedens und einen anderen Weg gibt, ihn zu fördern, der nicht das Ergebnis von Verhandlungen, politischen Kompromissen oder wirtschaftlichen Abmachungen ist. Es ist das Ergebnis des Gebets, das in der Vielfalt der Religionen eine Beziehung zu einer höchsten Macht zum Ausdruck bringt, die unsere menschlichen Fähigkeiten allein übersteigt.“

Hmmm… Papst Pius XI. hatte noch etwas anderes darüber zu sagen, wie Frieden erreicht werden kann. Im Jahr 1922, nach dem Ersten Weltkrieg, veröffentlichte er seine Enzyklika „Ubi Arcano“, und er schrieb darin:

„Wohl wurde der Friede unter den Kriegfuhrenden [sic] feierlich geschlossen; aber er blieb nur in den diplomatischen Urkunden geschrieben, er drang nicht in die Herzen der Menschen. Dort lebt bis zur Stunde noch der alte Kriegsgeist und wächst sich mit jedem Tag weiter zu einem drohenden Verhängnis für die Gesellschaft aus. […] Im Gegenteil, der langgewohnte Hass ist bei weitaus den meisten wie zur zweiten Natur geworden; im Großen sehen Wir sich wiederholen, was der heilige Paulus an sich erfahren und beklagt hat, wenn er von dem blinden Gesetz spricht, das allzeit dem Gesetz des Geistes widerstreitet.“ (Ubi arcano 20)

Und was war die Antwort des Papstes?

„Noch tiefer müssen wir forschen, wollen wir die Gründe finden, weshalb wir den Frieden und damit die Heilung der vielen Schäden schmerzlich vermissen. Schon lange vor dem europäischen Krieg war die Hauptursache dieser großen Übel tätig und nahm an Stärke zu durch die Schuld der Einzelnen wie der Nationen. Hätte man die Zeichen der Zeit zu deuten gewusst, so wäre das so furchtbare Unglück zum wirksamen Heilmittel geworden. Wer kennt nicht das Wort der Schrift: ‚Die den Herrn verlassen, sind des Todes‘,[Jesaja 1,28] und das ernste Mahnwort Jesu, des Erlösers und Lehrers der Menschheit: ‚Ohne mich könnt ihr nichts tun‘ [Joh 15,5] sowie: ‚Wer nicht mit mir sammelt, zerstreut‘ [Lk 11,23].“ (Ubi arcano 27)

„[…] Wir benötigen mehr, einen Frieden, der sich in die Herzen senkt, diese besänftigt und zu brüderlichem Wohlwollen geneigt macht. Ein solcher Friede aber ist nur der Friede Christi: ‚Und der Friede Christi herrsche in euren Herzen‘;[Kol 3,15] nicht anders kann der Friede sein, den er gibt, [Joh 14,27] da er als Gott in die Herzen schaut[1Sam 16,7] und in den Herzen herrscht. Christus kann in Wahrheit mit Fug und Recht diesen Frieden des Herzens seinen Frieden nennen. Wer hat denn vor ihm zu den Menschen gesagt: ‚Ihr alle seid Brüder‘[Matthäus 23,8]“ (Ubi arcano 33)

„Sofern also nicht Christi Lehre, Gesetz und Beispiel von allen treu beobachtet werden, im privaten wie im öffentlichen Leben, kann vom wahren Frieden, dem heißersehnten Frieden Christi, keine Rede sein. Dieser Friede ist an eine doppelte Bedingung geknüpft: einmal muss die menschliche Gesellschaft nach Gottes Gesetz geordnet sein, sodann muss die Kirche ihre göttliche Sendung erfüllen und alle Rechte ausüben können, die Gott über die Einzelnen und über die Gesellschaft besitzt.“ (Ubi arcano 47)

Hoppla! Es scheint, als könnte nur die Bekehrung zum Christentum, zur wahren Religion Christi, uns den Frieden Christi schenken, der wahrer Friede ist. Aber war Wojtyla daran interessiert, die anwesenden Heiden, Ungläubigen und Häretiker zu bekehren? Er sagt uns:

„Die Tatsache, dass wir hierhergekommen sind, bedeutet keineswegs, dass wir beabsichtigen, einen religiösen Konsens untereinander anzustreben oder über unsere Glaubensüberzeugungen zu verhandeln. Es bedeutet auch nicht, dass Religionen auf der Ebene eines gemeinsamen Engagements für ein irdisches Projekt, das sie alle übersteigen würde, miteinander versöhnt werden könnten. Es ist auch kein Zugeständnis an den Relativismus in religiösen Überzeugungen, denn jeder Mensch muss aufrichtig seinem aufrechten Gewissen folgen, mit der Absicht, die Wahrheit zu suchen und ihr zu gehorchen.“

Indem er erklärt, dass sie keinen „religiösen Konsens untereinander“ anstreben, gibt er zu, dass er nicht evangelisieren wollte.

„Unser Treffen bezeugt lediglich – und darin liegt seine wahre Bedeutung für die Menschen unserer Zeit –, dass die Menschheit in dem großen Kampf um den Frieden gerade in ihrer Vielfalt aus ihren tiefsten und am meisten belebenden Quellen schöpfen muss, aus denen sich ihr Gewissen bildet und auf denen das moralische Handeln aller Menschen gründet.“

Er behauptet also, dass die Ausübung einer falschen Religion „belebend“ sei. „Geistig lebendig“ zu sein bedeutet, im Stand der Gnade zu sein. Kann die Verehrung von Schlangen im Voodoo eine Quelle der Gnade sein?

„Von hier aus werden wir uns zu unseren jeweiligen Gebetsstätten begeben. Jede Religion wird die Zeit und Gelegenheit haben, sich in ihrem eigenen traditionellen Ritus auszudrücken. Anschließend werden wir von diesen jeweiligen Gebetsstätten aus schweigend zum unteren Platz des Heiligen Franziskus gehen. Sobald wir uns auf dem Platz versammelt haben, wird jede Religion nacheinander ihr eigenes Gebet vortragen können.“

„Johannes Paul“ stand einfach nur da auf dem Platz, während Vertreter der anderen Religionen ihre Gebete sprachen.

Henry Sire, ein ehemaliger Ritter von Malta, der wegen seines Buches „Dictator Pope“ über „Franziskus“ aus dem Orden ausgeschlossen wurde, schrieb in einem seiner Bücher über das Ereignis:

„Der Verweis auf das Zweite Vatikanische Konzil wurde zur Rechtfertigung des Gebetstreffens in Assisi ohne Weiteres herangezogen, und man möchte ihn gerne mit dem Argument widerlegen, dass nichts in den Konzilsdokumenten eine solche Handlung vorgeschlagen oder Katholiken dazu ermächtigt habe, sich mit Götzenverehrung einzulassen. Man würde dies sagen, wenn der Verweis nicht von Papst Johannes Paul II. selbst stammen würde. Er, der an allen Sitzungen des Konzils teilgenommen hatte, bekräftigte nachdrücklich, dass das Treffen von Assisi eine Verwirklichung des Geistes des Konzils sei. Da haben wir es also, und zwar aus keiner geringeren Auslegungsquelle als der eines Papstes. Die Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils besteht darin, dass Katholiken den Götzendienst fördern und sich in ihren Gebeten damit verbinden sollen. Wenn das wahr ist, ist es eine weitaus schwerwiegendere Anklage gegen das Konzil als jede, die ich bisher vorgebracht habe. Der in der Erklärung zur Religionsfreiheit [Dignitatis humanae] implizierte religiöse Subjektivismus trägt im Synkretismus des Assisi-Treffens Früchte. Die Grundlage der Religion ist nicht mehr der Gott, der sich dem Menschen offenbart, sondern der religiöse Instinkt des Menschen, der nach Glauben tastet, was auch immer dessen Gegenstand sein mag. Es wird Aufgabe künftiger Päpste und Konzile sein, zu entscheiden, ob das wirklich die Absicht des Konzils war oder ob diese Verirrung ausschließlich Papst Johannes Paul II. zuzuschreiben ist.“

Wenn Johannes Paul II. tatsächlich ein wahrer Papst gewesen wäre, wäre die Glaubwürdigkeit der Kirche dahin, denn wenn ein Papst eine solche „Verirrung“ anordnen kann, gibt es keine Garantie dafür, dass die „Korrektur“ nicht ebenfalls rückgängig gemacht werden könnte.

Beten wir für einen wahren Papst, der die Heiden und Ungläubigen dieser Welt zur Bekehrung aufruft, anstatt sie in ihren Irrtümern zu bestärken.